Die Finanzmaffia und der Aktienmarkt

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    • Die Finanzmaffia und der Aktienmarkt

      Als "Finanzmaffia" bezeichne ich eine informelle Organisation der "Hochfinanz", die das weltweite Finanzsystem beherrscht und die strukturell ähnlich aufgebaut ist wie die klassische Maffia. Auch hier hat das Gros der Akteure keinen umfassenden Überblick über die Gesamtstrategie der Praktiken und die personelle Zugehörigkeit. Wahrscheinlich ist sie weniger straff zentralisiert als die familiäre Maffia, sondern ein wenig wie Viren- oder Bakterienstämme: Man muß sich nicht untereinander "verständigen", um in konzertierten Aktionen zu den (genetisch betsimmten) Zielen zu gelangen. Nur dieses Ergebnis ist für den Betrachzter sichtbar und diagnostizierbar. Ihr Wirken ist auch NICHT illegal, weil es nämlich nicht innerhalb der Hoheit der Staaten stattfindet, sondern oberhalb.

      Es ist also müßig, sich zu fragen, WER dazu gehört und WIE (im Einzelnen) sie zu ihren Zielen gelangen.

      Die Aktienmärkte sind seit langem nicht mehr Einrichtungen, in denen Anleger ihre Beteiligungen an Wirschaftsunternehmen erwerben und austauschen (dies geschieht außerhalb des regulierten Marktes), sondern sind zum Spielball eben dieser Finanzmaffia geworden. Sie dienen dazu, dem Volk die Finazmittel abzusaugen, die es für die praktische Lebensführung nicht unbedingt benötigt. Dzu muß die Illusion erzeugt werden, daß man durch Aktien wohlhabend werden könne. Das ist nicht gerade sehr schwer, denn die Gier macht leichtgläubig. Einige wenige Vorzeigefälle wie Kostolany reichen aus, um diesen Glauben mächtig zu nähren. Kostolany hat auch"bekannt", daß er mehre Male plaeite war, bevor es endlich geklappt hat, also viel Lehrgeld bezahlen mußte. Dem entsprechend kann man viele Privat - "Anleger" oder Amatuerspekulanten mindestens ein Mal ruinieren, ohne daß sie die Hoffnung aufgeben.

      Das Paradebeispiel ist bekanntlich der große Fischzug vom Herbst 1927. Dieser zeigt ganz deutlich, daß die Behauptung, das Geld sei ja nicht einfach "weg", eine Irreführung ist. Wenn die "Anleger" astronomische Preise für Schrott oder Unternehmen bezahlen, die in der folgenden Wirtsschaftskrise in Konkurs gehen, dann ist das Geld auf mysteriöse Weise "weg". Angesichts der weltweiten Depression nach 1927ist die Frage , wo es sich denn nun befindet, nur mit dem Konstrukt einer Finanzmaffia zu beantworten. Dazu gehören nicht automatisch die Banken, denn die gehören sogar überwiegend zu denGeschädigten - wie uns die momentane "Finazkrise" vor Augen führt. Das war auch 1927 so. Auch steinreiche Industrielle gehören nicht automatisch zu der Maffia. Sie werden sogar genau wie einige mächtige Bankiers niedergewalzt, wenn sie sich gegen die Welle zu stemmen versuchen. Das alles lehrt uns besonders eindringlich der bisher größte Chrash.

      Die Erholung von diesem großen Schlag hat lange gedauert. Der zweite Weltgrieg hat die Vöker der Industrienationen so wehr ausgeraubt, daß kein Kapital für die Anlage in Aktien verfügbar war. Die US-Amerikaner als Sieger haben sich gleich allzuviel Konsum gegönnt und dadurch privat sogar bedenklich hoch verschuldet. Die Deutschen, die in Europa erstaunlicher Weise zuerst wieder Wohlstand erwirtschafteten, waren von der großen Zerstörung erschüttert und von Hunger und Armut gezeichnet. Sie setzten auf Sicherheit (Sparen), keinesfalls auf riskante Aktienanlagen. Die "Energiekrise" in den 70er führte zudem allen nochmals drastisch vor Augen, wie labil (verwundbar) das System ist, das uns wirschaftlich trägt. So kamen erst 30 - 40 Jahre nach Kriegsende Privatanleger allmählich aus der Deckung und begannen, den Aktienmarkt mit ihren Hoffungen zu füttern. Zunehmend mehr Menschen wollten mehr von dem wachsenden Kuchen haben. Abgesehen von einigen kleineren Ernten entwickelten sich die Aktienpreise bis 2000 rasant.

      Schließlich war sogar Raum für einen ganz neunen Markt, der auch als "Neuer Markt" benannt wurde. Die Vorstellung von kleinen, innovativen Unternehmen mit gewaltigem Entwicklungspotenzial beflügelte die Fantasie enorm, wirkte wie eine Verheißung von schnellem großen Geld. Ich erninnere mich noch, wie ein Boardteilnehmer seine gesamten verfügbaren Mittel in den Cargolifter investierte und ständig von seiner Mitgliedschaft im "Club der Millionäre" faselte (was auch immer er sich darunter vorgestellt haben mag). Jede Bank brachte Klitschen für astronomisch teure Aktien an die Börse. Die "volksnahen" Institute der Kleinsparer wie DG-Bank, Volksbanken und Reiffeisenbanken gehörten zu den eifrigsten Begleitern und Aktienverteilern. So betraf der eigentliche Crash 2002 weniger den Markt der Großunternehmen als den "NeuenMarkt", dessen Index auf 5% des Höchststandes abstürzte und sich bisher auch nur in dem Segment der größeren ein wenig erholt hat. Wohin ist das viele Geld der Volksaktionäre für immer entschwunden? Nein, nein, nicht direkt in die Hände der Finanzmaffia, denn das sind Peanuts. Aber immerhin, der Aktinemarkt diente einmal mehr dem Zweck, die Masse abzukochen, was mit dieser Konstruktion sogar bis in solche Kreise hinein gelang, die normalerweise nicht an den Aktinemarkt zu locken sind. Die Sparkassenberater wissen zu berichten, daß sehr viele Hausfrauen ihre Haushaltskassen auf den Markt brachten.



      So, habe vorest keine Lust mehr. Die Schilderung der Entwicklung nach 2003 bis zur Finanzkrise und der Ausblick auf die künftige Entwicklung des Aktienmarktes folgt später.



      Grüße

      Scorp

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    • Bevor ich fortfahre, möchte ich einige Richtig- und klarstellungen vornehmen:

      - Die Machenschaften der Finanzmaffia sind - anders als die der klassischen Maffia - nämlich NICHT illegal. Illegal kann nur etwas sein, was der nationalen Gesetzgebung unterliegt. Internationale Gesetzgebung existiert, zumindest auf diesem Sektor, bisher nicht. Es bleibt abzuwarten, inwieweit die momentanen Beschwörungen der Politiker dahin führen werden, diesbezügliche "Rahmenbedingungen" zu vereinbaren und in nationale Gesetze zu überführen.

      - Der "große Crash" fand bekanntlich im Herbst 1929 statt.

      - Der angesprochene große Niedergang, der weit weniger chrashartig = abrupt ablief, erfolgte im Herbst 2000 bis Herbst 2001 und setzte sich nach einer Erholungsphase vom Frühjahr 2002 bis Frühjahr 2003 fort.

      Ich will keineswegs den Hausfrauen zu nahe treten, die sich damals vielleicht nur ein Stück Unabhängigkeit erwirtschaften wollten, und beeile mich zu bekennen, daß ich selbst kräftig am NeuenMarkt engagiert war, also zweifellos zu den Blindgierigen gehörte. Ich hatte seinerzeit sogar anhand der Unternehmensdaten, so weit sie zugänglich waren, die solidesten als "Boliden" unter den Rennern herausgefiltert. Damit wäre ich ganz gut gefahren. Es waren solche Unternehmen wie MEDION, SINGULUS, PFEIFFER, IDS. Danach habe ich dann allerdings diejenigen herausgesucht, die den schnellsten und spektakulärsten Reichtum verspsprachen und bin in diese "Flitzer" umgestiegen, unter denen Daten- und Bilanzfälscher wie COMROAD waren. Das war der Gier zu viel. Angst und Gier sind für die Betätigung an der Börse sogar noch viel vernichtender als bloße Unkenntnis - soweit man sich dieser bewußt ist. Nimmt man noch die Neigung hinzu, Verluste vermittels der Hoffnung zu leugnen, also "auszusitzen", dann hat man die psychologischen Voraussetzungen beisammen, die es der Finanzmaffia leicht machen, das "Volk" als Naivanleger und Amateurspekulanten abzukochen. Ein wirklich Reicher ist mit seinem Eigentum verwachsen. Als einen Aspekt seiner eigenen Fitness möchte er seinen materiellen Reichtum zwar mehren, aber er würde nichts davon, gierig auf einen schnellen Gewinn, leichtfertig aufs Spiel setzen. Er hat weder Verlustangst noch Gewinngier und kann daher langfristig und nüchtern die Vermehrung seiner Güter planen. Dabei zielt er grundsätzlich auf den sicheren Gewinn, nicht auf dessen Maximierung. Reichtum und Macht sind zwei Seiten der gleichen Medaille. "Geld regiert die Welt" oder wie GOETHE es ausdrückt "Am Golde hängt, zum Golde drängt doch alles" ist eine zu einseitige Wahrheit. Es gilt auch: Wer mächtig ist, wird reich und nur wer mächtig ist, bleibt reich. Die wirklich Reichen und Mächtigen scheuen die Öffentlichkeit, sie bleiben möglichst unsichtbar und unhörbar für die "Öffentlichkeit" (was an die hohen Maffiabosse erinnert), denn sie haben nur das Effektivitätsziel und keine Anerkennungsdefizite. Die vermeintlich einflußreichen Politiker sind eigentlich machtlose Schreier. So bemerkte denn auch ein prominenter Finanzexperte im FS unter nickender Zustimmung eines Kollegen (Vorsitzender des Rates der "Wirtschaftsweisen"), daß man die gigantischen, unkontrollierten internationalen Finanzströme sofort eindämmen könne, wenn man darauf eine Steuer von nur 1% erheben würde. Er fügte dann hinzu , nun allerdings ohne Nicken von Rürup, er wette, daß in den internationalen Konferenzen nichts beschlossen werden würde, was "gewissen Kreisen" wirklich weh täte. Ebenso wie die Politiker gehören nicht zu den Mächtigen all die anderen Prominenten, die ihre Gesichter in die Kameras halten und auf jede Weise ihre (Ge-)Wichtigkeit zur Schau stellen. Sie sind lediglich Hauptakteure des Medientheaters zur Volksbelustigung. Die Börsen aller Art und einige sonstige Machenschaften - nicht die Werbeverträge der Wichtigtuer - sind die Wertschöpfungsinstrumente der wirklich Mächtigen. Man muß sich das so drastisch vor Augen führen, damit man ahnen kann, womit man sich an der Börse einläßt. Man kann da nur etwas gewinnen, wenn man die Spielregeln kennt und weil, wie auch beim Lotto, Gewinner vorgesehen sind, damit das Instrument funktionieren kann. Damit will ich nicht behauptet haben, daß die Auswahl der Gewinner an der Börse wie beim Lotto allein durch Zufall oder Schicksal erfolgt.

      Eine konkrete Analyse der großen Fischzüge an der Börse und am Anleihenmarkt (Finanzkrise) soll später folgen.


      Gruße euch

      scorp

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    • In der Tat sehr interessant. Über die Frage, ob die Finanzkrise tatsächlich ein "notwendiges Übel" war, oder sogar bewusst herbeigeführt, regt dieses Interview zu denken an:

      youtube.com/watch?v=TNbblxGY-Js
      youtube.com/watch?v=J3_BPDbvt_4

      ..ja, ich bin Dirk Müller-Fan :D

      Es stellt sich also die Frage, ob der Kapitalismus irgendwann ausgerechnet an den Kapitalisten scheitern wird ?(

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von pendulum314 ()

    • Interessant wäre auch, wie es die Finanzmafia geschafft hat, sich zu etablieren.

      Vor einiger Zeit hatte ich gelesen, dass ein gewisser Rothschild seinerzeit in Britannien das Gerücht verbreitete, Napoleon hätte den rieg gewonnen, worauf der Aktienmarkt um 98% viel. Das nutzte er natürlich, um seine Macht extrem auszubauen, und das geschieht in abgeschwächter Form immer wieder. Erteinmal muss aber die Frage geklärt werden:" Was ist Geld?"

      Um es vorweg zu nehmen: Geld ist nichts als ein leeres Versprechen. Es lebt ausschliesslich von unserem Glauben daran, und könnte daher (etwas kühn) als eine art moderne Religion bezeichnet werden - mit Gott lässt sich ja -zumindest in Europa- kaum noch jemand an der Nase herumführen.

      Aber schauen wir uns die Geschichte des Geldes einmal näher an:

      Seit Urzeiten gab es nur den Tauschhandel. Das ist ok, aber etwas unpraktisch wenn man auf Reisen geht. Also wurde Gold als Zahlungsmittel eingeführt: Unzerstörbar, Weltweit begehrt und aufgrund seiner natürlichen Knappheit sogar werthaltig. Die Kaufkraft von Gold hat sich im Laufe der Geschichte nie gross geändert. Der einzige Nachteil dabei: es ist verdammt schwer und wird gerne gestohlen!

      So kamen die Tempelritter, die ihre Festungen im gesamten Reich und darüber hinaus verteilt hatten, auf die glorreiche Idee, den Händlern zu ermöglichen ihr Gold gegen eine Urkunde zu hinterlegen, die sie bei jeder anderen Festung wieder zurücktauschen konnten: Die Banknote war geboren!

      Anfang des 19. jh. entschied die Weltmacht Britannien, den Pfund "Sterling" an Gold zu koppeln: Eine Unze Gold waren etwa 35 Pfund Sterling, ein paar Schillinge und ein paar Cent wert. Die Banken kamen schnell auf die Idee, das es defacto unmöglich sei, das alle Kunden ihre Banknoten gleichzeitig umtauschen wollten und sagten sich "Hey, dann können wir ja einfach mehr Banknoten ausgeben, als wir Gold besitzen! Juhu!" Anders hätten sich mit Sicherheit auch keine Weltkriege finanzieren lassen!

      Wohin das führte wissen wir: Einen Koffer voller Geld konnte man nicht unbeaufsichtigt stehen lassen, weil sonst jemand das Geld ausgekippt und den Koffer gestohlen hätte 8| Diese Punkte in der Geschichte sind es, welche der Finanzhydra ermöglichen die Welt zu kaufen.

      Die neue Weltwährung, der US-Dollar, war freilich wieder goldgebunden. Um das zu ermöglichen verbot Präsident Roosevelt 1933 den privaten Goldbesitz (dieses Verbot galt übrigens bis 1971) und enteignete praktisch die amerikanischen Bürger.

      Als Frankreich 1969 seine Dollarreserven zurücktauschen wollte, kündigte Roosevelt kurzerhand das eigentliche Versprechen, das der Dollar eine Bescheinigung für Gold sei, und der Wahn nahm seinen Lauf. Geld war plötzlich nur noch das was es ist: ein leeres Versprechen!Und dieses kann man auch noch unbegrenzt vervielfachen. Der Satz, der auf jeder Dollarnote zu lesen ist, erscheint plötzlich in einem ganz anderen Licht: "In God We Trust" 8o

      Ich möchte auch hinzufügen, das ein Zinseszinssystem schon rein Mathematisch NIEMALS funktionieren kann: Es braucht einen Crash, einen Reset, wenn die Geldmenge grösser ist als es Gold gibt - was schon lange der Fall ist. Die weltweiten Kredite werden in 1000 Jahren nicht zurückbezahlt werden können!

      Es ist also unumgänglich, ein Finanzsystem wie das unsere regelmässig kollabieren zu lassen!



      Im Folgenden werde ich mich in wildeste Spekulationen begeben. Wahrscheinlich werdet ihr mich für diesen Irrsinn bemitleiden :D

      Es kursieren Gerüchte, bzw Verschwörungstheorien :wacko: , das Ami einen Deal mit dem nahen Osten hat: Öl wird ausschliesslich in US$ gehandelt! Wäre zumindest ein guter Weg, den Irrglauben an das leere Versprechen "Geld" aufrecht zu erhalten. Im Jahr 2000 hat aber ein verlässlicher Geschäftspartner der USA, der sein Öl immer brav geliefert hatte gesagt: "Nein ich möchte keine Dollar mehr, die sehen so langweilig aus. In zukunft werde ich mein Öl ausschliesslich in schönen bunten Euro handeln!" Dieser Mann nannte sich Saddam Hussein. Es war also der Dollar, nicht das Öl, wie uns die Amis glauben machen wollen :!: So viel wie dieser Krieg gekostet hat, hätte sich das wirklich nur sehr langfristig gelohnt.

      Es gibt übrigens noch ein Land, welches das Oil nichtmehr in $ handelt, sondern in seiner Landeswährung. Welches könnte das wohl sein? Richtig! IRAN! Wer nicht an unseren Gott glaubt wird hingerichtet, wie schon die Kreuzritter zu sagen pflegten. Geschichte wiederholt sich, das scheint so etwas wie ein Naturgesetz zu sein.

      Das alles bringt natürlich das System ins wanken. Und die Regierungen sehen das vermutlich voraus.

      Tatsache zumindest ist: China fing an, massiv seine Dollarreserven abzubauen. Tatsache ist auch, das daraufhin die Lebensmittelpreise nach oben schossen. Und Tatsache ist ausserdem, das China wieder aufhörte, Dollarreserven abzubauen und lediglich ankündigte, das es keine Selbstverständlichkeit mehr sei T-Bonds zu kaufen. Eine andere Tatsache ist, das China 1,3 mrd Menschen zu ernähren hat. Ich möchte hier nichts behaupten, aber kann mich leider nicht wirklich dagegen wehren, hier einen Zusammenhang zu sehen ;(

      FAZIT: Das Finanzsystem benötigt den Reset schon seit vielen Jahren, auf dauer kanns ja garnicht gutgehen. Ich hoffe sehr das dies nicht der Anfang des Zusammenbruches ist, aber bin mir eigentlich sicher, dass ich ihn noch miterleben werde. Wenn nicht jetzt dann eben in 20, 30 Jahren. Diesen Reset wird die Finanzhydra, wie auch alle, die sich gut darauf vorbereiten, nutzen, ihr Imperium auszuweiten. Ein Reset sähe etwa so aus: Die Wirtschaft bricht zusammen, Geld ist nichts mehr wert, Währung wird wieder an Gold gekoppelt, das Spiel beginnt von neuem.

      PS: Wusstet ihr eigentlich, dass die Fed den grossen amerikanischen Banken gehört? Zumindest haben diese einst die Fed gegründet. Warum sollte der Gitarrist seine Gitarre verkaufen!

      So jetzt ist mir schlecht. Ich hoffe ihr haltet mich nicht für verrückt!
    • Hi,


      Zu der Sache mit dem Zinsen möchte ich noch etwas hinzufügen:


      Es gibt ein Buch von Andreas Eschbach "Eine Billionen Dollar". Ich habe dieses Buch ungefähr 3-4 mal gelesen und seitdem ist mir eins klar geworden:


      Bei unserem heutigen Zinssystem ist es unumgänglich, dass jemand schulden macht!!!


      Banken müssen Geld "machen", um die Zinsen von z. B. Milliardären zu bezahlen. Dafür wurden ja Banken gegründet. Aber bei den enormen Zinsen, die mittlerweile z. B. das Vermögen von Warrent Buffet bekommen würde, muss die Bank irgentwo anders Geld herbekommen. Das bekommt die Bank in der Regel durch Handel an der Börse ODER durch Zinsen bei ANDEREN Leuten.
      Das sieht dann so aus, dann z. B. Zinsen auf das geliehen Geld von Banken hohe Zinsen genommen werden. Diese Zinsen können die ein oder anderen Menschen nicht mehr bedienen und machen dadurch Schulden!!!


      Das heißt, man müsste unser Zinssystem so ändern, dass dieser fehler nicht mehr auftritt.


      Darin seh ich aber ein ganz entscheidenes Problem:
      1.) In dieser Zeit ist es nicht mehr möglich, unser Geld durch Gold oder änliches zu sichern, da nicht mehr genug an Gold vorhanden ist (oder habt ihr eine Idee, was man sonst nehmen könnte?)


      2.)Viele Systeme in der heutigen Welt bauen auf der Unwissenheit der Menschenmasse auf. Stellt euch zum Beispiel vor, was passieren würde, wenn alle Trader nach demselben System traden würden oder alle mit System traden würden?? Die Börse würde unweigerlich in einen Seitwärtstrend laufen!! Die Börse baut darauf auf, das es einfach Idioten gibt, die nicht handeln können. Dadurch wird die Börse undurchsichtig und damit für uns wieder "anständig".


      Deshalb bin ich immer sehr skeptisch, wenn so Leute wie Dirk Müller ( ich hab nichts gegen ihn) ankommen und ein Buch herausgeben, mit dem Gedanken: Lass doch mal den armen Menschen helfen, an Geld zu kommen. Lass doch mal den armen Menschen helfen, ihre altersvorsorge anständig zu konzipieren.


      Was würde passieren, wenn alle Menschen reich wären? Kein Mensch würde mehr arbeiten. wieso auch? Er hat ja Geld.
      Aber wir BRAUCHEN die Bedienungen bei Aldi an der kasse und bei Kaufhof, etc. Und diese Menschen, die dort hinter der Kasse sitzen, sind genau die Menschen auf denen unser System aufbaut. Unser System baut auf Idioten auf, die diese Zusammenhänge nicht verstehen und so leichte Beute für die Banken und andere Leute sind!!


      Ich hoffe, ich hab meine Gedanken in etwas verständliche Worte gefasst und werd jetzt von euch nicht als Rassist oder so bezeichnet :S

      mfg Der_Manager
    • RE: Zinseszins

      Der_Manager schrieb:


      2.)Viele Systeme in der heutigen Welt bauen auf der Unwissenheit der Menschenmasse auf. Stellt euch zum Beispiel vor, was passieren würde, wenn alle Trader nach demselben System traden würden oder alle mit System traden würden?? Die Börse würde unweigerlich in einen Seitwärtstrend laufen!! Die Börse baut darauf auf, das es einfach Idioten gibt, die nicht handeln können. Dadurch wird die Börse undurchsichtig und damit für uns wieder "anständig".
      Ich denke, das die vielen verschiedenen Systeme das teilweise verhindern, zB gibt es ja pro- und kontartrendstrategien, und etliche, verschiedene Ansätze der Charttechnik. Ausserdem kann sich die Technik einigermassen anpassen. Aber das es ganz ohne Verlierer funktioniert..
    • Aber das es ganz ohne Verlierer funktioniert..


      Moin,
      will mich nur kurz in diese interessante Unterhaltung einmischen und den letzten Punkt aufgreifen. Ich denke, dass es jedem klar ist, der an dem Börsengeschehen teilnimmt, dass es immer eine Verliererseite und eine Gewinnerseite gibt und geben muss, damit es funktioniert. Wenn einer kauft, soll auch ein Verkäufer geben und einer der beiden steht dann auf der Gewinnerseite und der anderer auf der Verliererseite. :)
      Gruß winsi
    • "Der_Manager" schrieb:

      Deshalb bin ich immer sehr skeptisch, wenn so Leute wie Dirk Müller ( ich hab nichts gegen ihn) ankommen und ein Buch herausgeben, mit dem Gedanken: Lass doch mal den armen Menschen helfen, an Geld zu kommen. Lass doch mal den armen Menschen helfen, ihre altersvorsorge anständig zu konzipieren.

      Was würde passieren, wenn alle Menschen reich wären? Kein Mensch würde mehr arbeiten. wieso auch? Er hat ja Geld.
      Aber wir BRAUCHEN die Bedienungen bei Aldi an der kasse und bei Kaufhof, etc. Und diese Menschen, die dort hinter der Kasse sitzen, sind genau die Menschen auf denen unser System aufbaut. Unser System baut auf Idioten auf, die diese Zusammenhänge nicht verstehen und so leichte Beute für die Banken und andere Leute sind!!


      Ich sehe das etwas anders.
      Warum soll es notwendig sein, die Volksverarsche in immer absurdere Dimensionen zu treiben? Nach dem letzten "Reset", dem Aufschwung, haben die Menschen gerne Leistung gebracht - sowohl die kleinen wie auch die grossen. Das der Bürger zum Idioten wurde hat sich eher schleichend ergeben, durch die Gier derer, die die Macht besassen diese auszunutzen. Oder anders gesagt: Der Manager braucht den Bauern, der Bauer aber den Manager nicht! Und wenn er im Zeifelsfall eben wieder mit der Sense aufs Feld gehen muss!
      Naja, die Geschichte hat gezeigt, dass grössere Zivilisationen praktisch niemals ohne "Fussvolk" auskamen
      :S

      "Winsi" schrieb:

      "Winsi" schrieb:

      "Winsi" schrieb:

      Moin,
      will mich nur kurz in diese interessante Unterhaltung einmischen und den letzten Punkt aufgreifen. Ich denke, dass es jedem klar ist, der an dem Börsengeschehen teilnimmt, dass es immer eine Verliererseite und eine Gewinnerseite gibt und geben muss, damit es funktioniert. Wenn einer kauft, soll auch ein Verkäufer geben und einer der beiden steht dann auf der Gewinnerseite und der anderer auf der Verliererseite. :)
      Gruß winsi


      Ich weiss es nicht, bist Du Dir sicher, dass es nur bei einem Winner/Looser-Verhältnis von 1:1 funktioniert? Können Kurse auch ohne Handel steigen, durch reine Nachfrage? Also das eine Aktie bei 10€ so gefragt ist, das es erst bei 20€ zum Handel und damit Kurstellung kommt. Das das auf Dauer nicht funktioniert liegt auf der Hand, aber rein theoretisch?
    • Ich weiss es nicht, bist Du Dir sicher, dass es nur bei einem Winner/Looser-Verhältnis von 1:1 funktioniert? Können Kurse auch ohne Handel steigen, durch reine Nachfrage? Also das eine Aktie bei 10€ so gefragt ist, das es erst bei 20€ zum Handel und damit Kurstellung kommt. Das das auf Dauer nicht funktioniert liegt auf der Hand, aber rein theoretisch?


      Natürlich. Und wieder haben wir auch in diesem Fall einen Verlierer und einen Gewinner. Der Verlierer in diesem Fall (Zeitpunkt des Kaufs) wird der Käufer sein, da er nicht zu 10€, sondern zu 20€ kauft. Umgekehrt ist dann der Gewinner (Zeitpunk des Kaufs) der Verkäufer (entweder derjenige, der diese Aktie besass oder der Leerverkäufer), der nicht zu 10, sondern zu 20 verkauft. Also 1 zu 1 Situation. Wir betrachteten jetzt die Situation zum Zeitpunkt des Deals, nicht des weiteren Lauf der Dinger ;)

      Gruß winsi
    • Hi,


      wollt mal auf den letzten Beitrag von pendulum antworten, den ich als sehr interessant erachte:



      Ich sehe das etwas anders. Warum soll es notwendig sein, die Volksverarsche in immer absurdere Dimensionen zu treiben?Nach dem letzten "Reset", dem Aufschwung, haben die Menschen gerne Leistung gebracht - sowohl die kleinen wie auch die grossen. Das der Bürger zum Idioten wurde hat sich eher schleichend ergeben, durch die Gier derer, die die Macht besassen diese auszunutzen. Oder anders gesagt: Der Manager braucht den Bauern, der Bauer aber den Manager nicht! Und wenn er im Zeifelsfall eben wieder mit der Sense aufs Feld gehen muss!Naja, die Geschichte hat gezeigt, dass grössere Zivilisationen praktisch niemals ohne "Fussvolk" auskamen :S

      Den Satz, der hier interessant ist, ist der mit dem Manager und Bauern. Es gibt ein interessanes Buch von Michael Crichton "Next". Vielleicht kennt das jemand. Dadrin heißt es, dass es Leute gibt, die das Bedürfniss haben, Leute zu leiten und das Leute gibt, die das Bedürfniss haben, GEleitet zu werden. Und das ist das, was hier greift, meiner Meinung nach.
      Ich find auch deinen Ansatz mit dem "Fussvolk" interessant. Ich geh mal davon aus, dass du damit die Leute meinst, die "unter die Räder kommen" oder die immer nur den Rest bekommen.
      Ich hab das Gefühl, die Leute braucht eine Zivilisation, egal ob jetzt groß oder klein. Man braucht sie einfach, um ein gesundes Verhältniss herzustellen.
      Stellt euch einfach mal vor, es gäbe keine Gesetze oder Regeln. Dann würde nichts mehr funktionieren. Grade durch die Regeln, die wir im Zweifelsfall alle für unnötig halten, haben wir erst den Anreiz, um diese Regeln drumherum zu arbeiten, sie auszutricksen.
      Ich hoffe, ich hab jetzt nicht zu großen Mist geschrieben :rolleyes:

      mfg Der_Manager
    • Hey Manager,

      Auch den treffenden Vergleich mit dem Bauern und dem Manager habe ich mir abgeschaut. Das war als ich ein kleines ind war. Die Stimmung war sowieso am kochen, auch wegen des 10km entfernten AKW Fessenheim (übrigens schon damals das unsicherste Europas). Irgendwo im Kaiserstuhl sagte irgendein rhetorisch unterbegabter Politiker zu den dortigen Winzern: "Und ausserdem könntet ihr dann (es ging um limawandel)auch Bananen anbauen!". Die dortigen Winzer wollten und wollen aber nur Wein anbauen. Der rhetorisch unterbegabte Politiker wurde dann gewuschelt und fernsehreif mit Eiern, Tomaten und vor allem mit Trauben beworfen. Ein Bauer sagte: " Ich bruuch sie nüt! Sie wän ä Ei zum Frühstück, sell zu liefre simmer guet gnueg, wenn mir abrr ebbis vo ihne wän werde ma mit bleedsinnige Sprüch bstrooft! Für Ihr Frühstück bruuchet sie us Buure, Becker un Metzger, abrr wozu bruuchet mir üüch? Garnüt!" Das war in den 80ern, also kurz nachdem "Fiat Pecunia" seine ersten Wirkungen zeigte, und auch sonst einige Querdenker so einige Spielereien der Machthydra durchschaut hatten. Ich muss dazu auch sagen, das die (wir) Alemannen ein recht eigenbrötlerisches, ländliches Völkchen sind, und meist noch immer unsere 1600 Jahre alte Sprache sprechen (Hochdeutsch 400 Jahre).
      Was ich damit sagen möchte ist eigentlich, das die (leider zurecht) vielbelächelte "Hippie"- (i.d.Falle Bauern-) -Bewegung durchaus auch ihre positiven Seiten hatte, was zB Bewusstseinsbildung betrifft. Als banale Beispiele seien hier die Bluejeans oder Religion (damit meine ich nicht den Buddha-Hype, sondern die Loslösung etablierter, machtorientierter Religionen) genannt.
      ~~~
      Natürlich gibt es die Menschen zu führen wünschen, und jene die gefügt werden möchten. Erstere werden in der Regel Politiker, Sektenanführer, Promis. Letztere werden zu Fanatikern, Anhängern und blinden onsumenten. Diese bleiben entweder Dumm oder kommen unter die Räder oder fahren sogar ganz gut damit (was die "Führer" eigentlich immer tun), aber mir stellt sich da ganz klar die Frage zu welchem Preis. Menschen zu verheizen fänd ich ebenso übel wie die Vorstellung verheizt zu werden ohne es wenigstens zu wissen, auch wenn das noch so absurd erscheinen mag oder ich damit selbst unter die Räder omme. Ich selber zähle mich zu keiner der beiden Gruppen aber weiss um meine Impulsität. Das schätze ich zB so an Winsi: Die Märkte können Sturm laufen wie sie möchten oder sonstwas, aber einer bleibt immer ruhig, ratinal, bedacht - und wenn das mal nicht der Fall sein sollte weiss er darum bescheid und trifft die Entscheidungen erstmal keine zu treffen :thumbsup:

      ~~~
      Das die Menschen eine Zivilisation brauchen sieht man ja an der Geschichte. Auch das diese stets auf "Fussvolk", Manipulation und leeren Versprechungen aufbauen. Ich habe schon mehrere autonome Kommunen kennengelernt (jaja :wacko: ) und selbst in der friedlichsten, unabhängigsten ist dieses Phänomen zu beobachten. Selbst bei sehr kleinen Gemeinschaften, auch wenn dort ein reges Kommen und Gehen üblich ist, lassen sich mit der Zeit schon Tendenzen erkennen, das dieses absurde Phänomen früher oder später ausgelebt werden wird -und jenen, die ich schon länger kenne ist dies ausnahmslos mehr oder minder passiert.

      ~~~

      Tja, die meisten (zumindest alle die ich bisher kennenlernen durfte) Kommunen haben sich aus dem Gednaken entwickelt, solchen Schrott wie zB Gesetzen (ganz ohne Regeln funktioniert es natürlich nie, da es dann zwanfsläufig Leute anzieht, welche diese Elanlos auszunutzen versuchen, was natürlich auch eine nicht zu unterschätzende Versuchung darstellt) durch gesunden Menschenverstand und guten Willen zu ersetzen. Das funktioniert meist fabelhaft, bis es sich herumspricht. Sei es wegen einem wettermässig schlechte Jhr (=finanzen/versorgung) wegen rechtölichen Problemen (=wird gern als "KRieg" gesehen, was das Wesen der K. vergiftet, oder zwangsläufig in finanzielle Schwierigkeiten führt) oder aus dem guten Willen (und damit Drang nach Wachstum) heraus, die "bessere, nachhaltigere" Lebensweise anderen Menschen näherzubringen, und somit -etwas übertrieben ausgedrückt- die Welt zu revolutionieren. Letzteres Beispiel führt in der Praxis früher oder später immer zu Gier!

      Manager hat also nicht den geringsten Mist von sich gegeben :)

      Das hab wohl eher ich, aber letztendlich haben wir Samstag 3:30 :D

      Weit abgeschwiffen zwar, aber letzten Endes unter "massenpsychologische Phänomene" zu archivieren ^^

      Also Gute Nacht! :sleeping:
    • Aspekte: Heuschrecken

      Seit Menschen im Schweiße ihres Angesichts sich durch Ackerbau versorgen, wurden immer wieder Heuschrecken zu einer Plage. Einst, vor langer, langer Zeit deutete der Prophet Joseph, ein Sohn Jakobs, den seine neidischen Brüder ausgesetzt hatten, dem Pharao einen Traum. Danach würden auf die sieben fetten Jahren sieben magere folgen. Tatsächlich fielen die Heuschrecken ein und zerstörten die Ernten.
      Steht uns nun etwa eine 7-jährige Dürreperiode bevor? Die Wirschaftsprognosen renommierter Stellen reichen inzwischen bereits bis -8%. Kaum jemand scheint sich dabei auszumalen, was das für ein Horrorszenario nach sich ziehen würde. Die kapitalistische Wirtschaftsform ist auf Wachstum ausgelegt. Genau 10 Jahre hat es nach dem Crash 1929 bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges gedauert, der zur Gesundung des kapitalischen Systems unentbehrlich war. Die Hindus verehren SHIVA, den Zerstörer, der neuem Wachstum den Boden bereitet, mehr als WISHNU, den Erhalter.

      11 Milliarden haben die 25 Spitzenmanager von Hedgefonds als Boni erhalten. Daraus kann man schliessen, wie unvorstellbar viel die Hedgefonds verdient haben. Auf jeden Fall gehören sie zu den Hauptkrisengewinnlern. Haben sie die Krise auch (mit) angezettelt?

      In der HypoRealEstate sitzen bekanntlich Hedgfonds als Eigner. Wenn nun der Staat, d.h. wir, das Volk, überwiegend das Fussvolk, Geld da hinein pumpt, nähren wir dann nicht die Heuschrecken?
      Diese Investmentfonds sitzen weltweit in den Banken wie Viren auf der Eignerseite. Die Investmentbanker sind ihr Werkzeug. Sie erhalten ebenfalls von ihren Banken Boni, haben also auch für die Banken viel Geld gemacht. Wie ging das - wo doch die Banken wegen der Spekulationen son notleidend sind ?
      Die US-Banken haben massenweise faule Immobilien-Investmentzertifikate geschnürt und diese nach Europa verschoben, am liebsten an die staatlichen Banken, denn dort sitzen ausgediente Politiker in den Vorständen, die sich besonders leicht von den Investment-Abteilungen ausschalten lassen. Hier in Europa stützen nun die Staaten (deren Bürger) die an den betrügerischen Zertifikaten schwer kränkelnden Banken. In den USA nimmt der Staat (dessen Bürger) den Banken die faulen Kredite an illiquide Häuslekäufer ab (800 Milliarden !!!). Also sind die "Deckungen" für die Papiere der europäischen Banken nun beim US-Staat. Und mit welchen Reservern finanziert der sein Engagement? Die Fed hat jüngst 1 Billion Dollar "gedruckt" - um die Liquidität der Wirtschaft zu verbessern. Aha.
      Nur der Verdienst aus dieser gigantischen Aktion bleibt unsichtbar, bzw wird nur als Spitzen des Eisbergs in den Boni-Zahlungen für die Manager als Handlanger sichtbar.

      Das ist die bisher größte, spektakulärste und raffinierteste Aktion der Finanzmaffia, um an das Geld der Bürger zu kommen, eben auch derjenigen, die es nicht zu den Börsen tragen. 8)



      Grüße euch

      Scorp

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Scorpius ()

    • Zusatz Heuschrecken

      Dazu ist mir noch eingefallen, daß gefordert wurde, die Banken sollten den Hedgfonds keine Aktien mehr leihen (für Leerverkäufe), damit die Hedgerei an den Akteinmärkten endlich aufhöre. Die Banken haben dies sogar zugesagt. Wie naiv muß man doch sein, um solche Forderungen zu erheben. ;)
    • Vielen Dank für diese sehr interessante Fortsetzung Deiner kritischen, gesunden Betrachtungsweise!

      Steht uns nun etwa eine 7-jährige Dürreperiode bevor? Die Wirschaftsprognosen renommierter Stellen reichen inzwischen bereits bis -8%. Kaum jemand scheint sich dabei auszumalen, was das für ein Horrorszenario nach sich ziehen würde. Die kapitalistische Wirtschaftsform ist auf Wachstum ausgelegt. Genau 10 Jahre hat es nach dem Crash 1929 bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges gedauert, der zur Gesundung des kapitalischen Systems unentbehrlich war. Die Hindus verehren SHIVA, den Zerstörer, der neuem Wachstum den Boden bereitet, mehr als WISHNU, den Erhalter.


      Ich habe das Gefühl, so langsam kommt das leider sehr wahrscheinliche Horrorszenario an die öffentlicjkeit. Spiegel Online bezeichnete das Ergebnis des G-20-Gipfel kürzlich als den "Goldenen Schuss":
      Der Goldene Schuss
      Habe mich sehr über diesen Artikel gefreut, obwohl ich ihn noch für etwas vorsichtig halte.
      Zerstörung mag oft eine produktive Notwendigkeit sein, allerdings wird hier wohl eher das Vermögen der breiten Masse zerstört werden, indem die Wurzel allen Übels, die Machthydra, noch begossen und bedüngt wird. Das würde nur dem Wachstum alteingesessener Struturen dienen, aber leider kein neues fördern.

      11 Milliarden haben die 25 Spitzenmanager von Hedgefonds als Boni erhalten. Daraus kann man schliessen, wie unvorstellbar viel die Hedgefonds verdient haben. Auf jeden Fall gehören sie zu den Hauptkrisengewinnlern. Haben sie die Krise auch (mit) angezettelt?


      Definitiv haben sie zumiondest den Staatsbankrott Islands ausgelöst. Die Ursache für die Krise sehe ich aber eher in der Geldpolitik (Fiat-Money), die Hedgefonds haben die Wirkung vermutlich nur etwas arg katalysiert. Vieles ist beim G20 beschlossen worden, über die Regulierung solcher Dinge wie Hedgefonds. Was davon in der Realität umgesetzt werden wird bleibt wohl abzuwarten. Es ist ein grosser Unterschied zwischen Absichtserklärungen und Regulierung.

      In der HypoRealEstate sitzen bekanntlich Hedgfonds als Eigner. Wenn nun der Staat, d.h. wir, das Volk, überwiegend das Fussvolk, Geld da hinein pumpt, nähren wir dann nicht die Heuschrecken?
      Diese Investmentfonds sitzen weltweit in den Banken wie Viren auf der Eignerseite. Die Investmentbanker sind ihr Werkzeug. Sie erhalten ebenfalls von ihren Banken Boni, haben also auch für die Banken viel Geld gemacht. Wie ging das - wo doch die Banken wegen der Spekulationen son notleidend sind ?
      Die US-Banken haben massenweise faule Immobilien-Investmentzertifikate geschnürt und diese nach Europa verschoben, am liebsten an die staatlichen Banken, denn dort sitzen ausgediente Politiker in den Vorständen, die sich besonders leicht von den Investment-Abteilungen ausschalten lassen. Hier in Europa stützen nun die Staaten (deren Bürger) die an den betrügerischen Zertifikaten schwer kränkelnden Banken. In den USA nimmt der Staat (dessen Bürger) den Banken die faulen Kredite an illiquide Häuslekäufer ab (800 Milliarden !!!). Also sind die "Deckungen" für die Papiere der europäischen Banken nun beim US-Staat.

      Ja scheisse, warum wohl! Wenn ich mich nicht zusammenreisse, werde ich gleich sogar behaupten, das die deutschen Tornados in Afghanistan nur auf Druck der 3 Ratingagenturen dort sind!
      Und mit welchen Reservern finanziert der sein Engagement? Die Fed hat jüngst 1 Billion Dollar "gedruckt" - um die Liquidität der Wirtschaft zu verbessern. Aha.
      Nur der Verdienst aus dieser gigantischen Aktion bleibt unsichtbar, bzw wird nur als Spitzen des Eisbergs in den Boni-Zahlungen für die Manager als Handlanger sichtbar.

      Die Boni machen da wohl eher den kleinen Teil aus, obwohl ich mich schon frage wie es sein kann, das Boni selbst von Leuchten einklagbar zu sein scheinen. Sichtbar werden wird das ganze schon sehr bald (und wenn man sich mal die Mühe macht den Goldpreis in EUR mit dem in USD zu vergleichen schon in der Vergangenheit - das ist wahre inflation) und zwar in Form massiver Geldentwertung, vom Staat "Inflation", von mir "verdeckte Steuer" genannt. Damit trüge auch der arbeitslose seinen Teil zur Staatsschuldenentwertung bei. Und sollten alle Stricke reissen macht der Staat bankrott. Immerhin die Banken - das wichtigste Gefüge im Geflecht der Machthydra - wären ja gerettet!
      Das ist die bisher größte, spektakulärste und raffinierteste Aktion der Finanzmaffia, um an das Geld der Bürger zu kommen, eben auch derjenigen, die es nicht zu den Börsen tragen.



      leider kann ich dem nicht widersprechen.
    • Sie arbeitet am nächsten spektakulären Coup

      Hallo, geschätzte Mitstreiter (um den Blick hinter die Kulissen, aus denen die Welt regiert wird)

      Ich habe versprochen, mich weiter zu beteiligen, war jedoch sehr konzentriert damit beschäftigt, ein Buch zu verfassen und gehöre nicht zu denen, die ihre Aufmerksamkeit vielfältig verteilen können. Das Rätsel geistiger Leistung liegt nämlich nicht dort, wo es gemeinhin gesucht wird, in der Inelligenz, sondern im Engagement und in der Konzentration auf ein Problem. Und das Buch soll gut werden.

      Aber der aktuelle Anlaß um Griechenland und die Spekulation gegen den Euro hat mich geweckt und getrieben.

      Bisher habe ich mich hauptsächlich mit der Wortwahl "Maffia" befaßt. Habe versucht darzustellen, daß auch hier die eigentlichen Bosse unsichtbar bleiben und die Drecksarbeit" von anderen machen lassen, daß es auch hier nicht um das Geld geht, mit dem man sein Leben angenehm machen kann, sondern um Macht. Nur das Verlangen nach Macht kann derart unersättlich sein, daß die angestrebten Machtmittel grenzenlos sind - bis hin zu der Macht, die Welt auf Knopdruck zerstören zu können, so wie Gott mit der Sintflut.

      Diese apokalytische Vision ist vielleicht realer und aktueller als die meisten Menschen ahnen und sich eingestehen mögen. Der Coup mit den faulen Papieren ist besser gelungen als selbst die Maffiosi angenommen hatten. Die wertlosen Papiere haben die Staaten direkt übernommen oder dafür garantiert. Aber vernichtet sind natürlich nur die "Wert"-Objekte, nicht das Geld, das man dafür kassiert hat. Geld wird (fast) niemals "verbrannt", wie man häufig sagt, es wird nur mehr oder weniger unsichtbar. Nun sind also die Banditen um Billonen (eine Billion sind 1000 Milliarden!) reicher. Dieser Machtzuwachs wartet auf Einsatz für neue Anschläge. Einst gelang es bereits einem einzigen Milliardär das britische Pfund aus den Angeln zu heben. Es mußte aus der damaligen europäischen Währungsschlange ausscheren. Also viel Größeres ist jetzt zu erwarten. Es werden Milliarden-Wetten gegen den Euro und etliche Länder getätigt. Was soll das?

      Über die Absichten kann man nur spekulieren. Reines Muskelspiel mit der neu gewonnenen Macht? Vielleicht auch, aber das kann kaum alles sein. Vielleicht eine Art Notwehr des maroden Dollar? Die Euromilliraden, die bei dem letzten Coup in die Kassen gespült wurden sind geringfügig gegen die eingenommenen Dollar. Die europäischen Staaten haben vorwiegend mit Garantien gearbeitet, die USA hat dagegen alle Papiere anstandslos übernommen und die Fed mal einfach 1 Billion DL drucken lassen. Trotzdem hat die USA ein Staatsdefizit von ca 10%, fast so viel wie Griechenland, worum jetzt soviel Aufhebens gemacht wird.

      Wie auch immer. Die eigentliche Apokalypse liegt in der Tatsache, daß die Staaten vollkommen die Regie in der Finanzwirtschaft eingebüßt haben. Das bedeutet, daß die Welt von unsichtbaren Göttern regiert wird, nicht mehr von gewählten Vertretern. Selbst die absolutesten Diktatoren sind den Menschen mehr Rechenschaft schuldig als die Maffiabosse. Die Menscheit verkommt zur Masse von Sklaven, die Dienstleitungen zu erbringen haben. Die Maffia wird das Land kaufen, das wir bewohnen, so wie man es ja bereits Griechenland mit dem Verkauf seiner inseln zum Entwetzen der Griechen vorgeschlagen hat. Die Welt wird zu Privatbesitz.

      Die Staaten als Vertreter der Menschen werden sich irgendwann dagegen wehren müssen . Das Versprechen, dies bereits in Folge der "Finanzkrise zu tun ist ins Leere gegangen. Zu stark sind die Mächte, die dies verhindern wollten. Aber wie sollen die Staaten ihrer immensen Schulden jemals begleichen oder auch nur in Grenzen halten? Momentan wird es noch mit extrem niedrigen Zinsen versucht, die den Staaten ihre Schuldenlast einigermaßen erträglich machen. Aber das setzt Vertrauen in die Währungen voraus - und die reichliche Versorgungder Kreditinstitute mit billigem Geld von den Zentralbanken. Woher kommt das Geld?Wie geht es weiter, wenn Unruhe entsteht?

      Das alte Mittel der Staatsentschuldung durch Inflationierung ist schwer zu bewerkstelligen, wenn die Staaten steigende Zinsen selbst nicht verkraften könnten. Es gibt eigentlich nur eine durchgreifende Möglichkeit: Das Geld durch einen plötzlichen, radikalen Schnitt zu entwerten und durch eine neue Währung zu ersetzen. Wahrlich ein Horrorszenario. Ich denke, dazu wird es die finazmaffia erst kommen lassen, wenn sie alle Sachwerte in ihren Besitz gebracht hat - viel mehr als die griechischen Inseln.

      Grüße

      Scorp