Pendulum's Trading-Diary

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    • Pendulum's Trading-Diary

      In diesem Thread werde ich einige meiner Trades Posten. Zum einen, weil ich sie dann näher erläutere als ich das für mich privat mache. Zum anderen erhoffe ich mir davon, Fehler und Schwachstellen in meinem Trading ausfindig zu machen und Startegien dagegen zu entwickeln. Kritik ist mir also stets wilkommen :)

      LG,
      Daniel
    • Da die Schweizer den Franken derzeit bei über 1,5/1,51 halten, trade ich Annäherungen an diesen Bereich. die Methode mag etwas eigenwillig sein, funktioniert bisher aber bestens. Ich nutze Kurse unterhalb der "Einstiegszone" (Pink) zu Einstieg, und baue mir dort alle 10 pips meine Position aus. Den Stop setze ich knapp unter 1,5. In der "Komfort-Zone" (Grün) verkaufe ich alle 50 pips die hälfte der noch offenen Position und ziehe den Stop jeweils auf die nächste Linie nach. Kurse über derzeit 1,535 nutze ich dann für Short mit TP @ 1,515. Darüberhinaus habe ich eine kleine Limitorder short bei 1,498, für den Fall das die Schweizer ihre politik ändern sollten.
      trader-talk.eu/index.php/Attac…54b9cb77c1ca603c7bc464442
      Hier noch ein Link zur Schweizer Devisenpolitik: kurse.focus.de/news/UPDATE2-SN…er_id_news_118589460.html

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    • Beim Öl (Brent) handle ich nur den Ausbruch nach Oben, das funktioniert in letzter Zeit ganz fantastisch: Nach dem letzten Ausbruch short gehe ich long, und schliesse 80% wenn sich der Ausbruch nach oben beruhigt hat. Mein letzter entry war bei 6857, das ziel 7100 wurde knapp verpasst, Im schnitt habe ich bei 7003 glattgestellt. Nächster Entry war dann 6864 im Dezemberkontrakt, mal sehen wo er hinläuft ;)
      trader-talk.eu/index.php/Attac…54b9cb77c1ca603c7bc464442

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    • Das Oil - hat mich gestern viel gekostet :cursing:

      Morgens hatte ich noch überlegt Oil nur noch short zu handeln, Gründe gäbe es dafür genug. Saudiarabien sagt seit längerem das sie einem Ölpreis zwischen 35 und 45$ favoritisieren, die OPEC drückt ihn durch Förderungsbegrenzungen nach oben und hätte kein Problem diese von heut auf morgen um ein paar Millionen Barrel/Tag zu steigern und dazu die Rekordwetten auf ein Fallen des Oil


      Dummerweise, habe ich dann trotzdem bei 68.16 (Wir reden vom Brent, Dezember) und über mein RM hinaus nachgekauft. Nachmittags musste ich dann kurz weg, und es geschah was geschehen musste: das Ego des kleinen roten Fisches wurde vom Schildnök überrannt 8o Da ich meinen Trades gerne sehr viel Luft lasse - mehr als mein Konto/RM dies zulässt, da ich mir denke "bist ja fast immer dabei, kannst dann ja Hedgen" (was ich dann auch tue) - habe ich 17,x % Minus generiert und damit alle Gewinne dieser Woche mehr als nur vernichtet. Die Konsequenz ist wieder mal klar und ja auch nichts neues für mich :wacko: :

      Halte Dich gefälligst an Deine Regeln, oder siehe zu das Du Land gewinnst!

      Ok, ich werde das versuchen zu befolgen!Glücklicherweise haben mich meine Gasdeals einigermassen vor dem schlimmsten gerettet, bin gerade zu 80% ausgestoppt worden bei 4900 und bin bei 4818,4 wieder rein und jetzt im plus.

      Meine Fränklis dümpeln weiterhin im roten Abendlicht vor sich dahin, aber mache mir keine Sorgen: sie sind im Rhmen meines RM und ich mir ziemlich sichre das die Schweizer ihre Politik erst ändern werden wenn alles den Bach runtergeht. habe aber die TP's runtregesetzt, der letzte liegt jetzt bei 1,525 und alles unter 1,507 werde ich vermutlich hedgen. Wenn es unter die 1,5 gehen sollte bin ich ja wie gesagt short dabei.

      Ausserdem bin ich im EURUSD short, Ziel ist evtl 1,445 (!), dazu kommen kleine Shorts für wenige pips nebenbei. Pendulum wird gerade sehr bärisch :S
    • Hey Pendulum,

      ich geh davon aus, das du gegen den ein oder anderen Beitrag nichts hast :rolleyes:

      Mich würde mal interessieren, wie dein RM (heißt doch Risikomanagment) aussieht. Denn vielleicht können wir ja zusammen oder auch andere noch daraus in Zusammenarbeit mit deinem "handelssystem" oder -verhalten ein noch besseres RM schneidern :) Denn >2 Augen sehen mehr ;)

      Außerdem kann ich dich bestätigen: Bin heute auch in EU/USD short gegangen.

      lg Der_Manager
    • Hey Manager

      Erstmal vielen Dank für Dein Interesse.
      Eigentlich liegt meine Schmerzgrenze bei 5%, da ich nur ein kleines Konto hab, zum Spielen :D
      Bei Indizes und Währungen gehe ich nicht über 3%, dort ist das kein Problem, aber bei anderen Werten wird das schwierig. Besonders bei Erdgas, hier muss ich die Unsumme von ca. 50 Pubkten an Spread zahlen, dazu kommen 20 pt für den garantierten Stop (der ist Pflicht beim Limited Risk Konto von IGMarkets) und den Stop kann ich nur 150 pt vom aktuellen Marktlevel entfernt setzen. Dabei ist die Mindestgrösse ei Viertel Kontrakt vom 2,5$ Mini, ein Punkt also 0,625 $. Für Oil zahle ich meistens 9 pt, ebenfalls 2,5$/pt (x 0,25). Daher ist es mir leider unmöglich, mich immer an mein RM zu halten.

      Dennoch bin ich sehr zufrieden bei IGM und möchte dort bleiben. Die Kurse kommen während der regulären Handelszeiten 1:1, lso kein Stopfishing, dazu gibts PRT, und im Gewinn abgesicherte Posis kosten keine Margin mehr.

      lg
    • ..Und es rappeln die Räppli! :-))

      25% meiner Franken verkauft @ ca. 1,517 (durchschnittlicher Entry: 1,50957)

      EDIT: Weitere Teilverkäufe bei 1,594 und 1,518, ca. 35% lasse ich erstmal offen, ob ich den SL nachziehe überlege ich mir aber erst morgen.

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    • Bei Devisen fühle ich mich irgendwie immer wohler und am wohlsten. EURUSD habe ich gestern und heute geschlossen, beide Teile ein wenig im plus. Den Dollar sehe ich erstmal doch noch bärisch und suche nach günstigen Einstieg in USDZAR und AUDUSD, vlt auch EURUSD und mal sehen was noch kommt. Ausserdem habe ich kleinen Short auf Kaffee Robusta, der langsam in richtung Gewinnzone läuft (danke Winsi!).
      Da mein TradeSense nun vorbei ist, muss ich jetzt "ganze Minis" kaufen. Bei Devisen und Indizes haben diese 1€/$/CHF/wasauchimmer oder 100 Yen pro Punkt, bei Rohstoffen aber gleich 2,5§ oder 5$. Das ist mir volatilitätsbedingt ersteinmal zu viel, und so werde ich mich wohl auf Forex und Indizes beschränken müssen. Wenn es weiterhin so gut laufen sollte, werde ich mein Konto entsprechend füttern und auch wieder Rohstoffe handeln.

      viele grüsse und gute Trades,
      Daniel
    • Hose runter! - Auf der Suche nach dem Weg..

      Da meine 6 Wochen TradeSense nun beendet sind, wird es Zeit die ersten scharfen Versuche im Marginhandel zu kapitulieren. Eigentlich hatte ich mir maximal 3 Konten a 500€ zum verspielen geplant (ich kenne mich ja ganz gut ^^ ). Die ersten 500 hatte ich in nichtmal 2 Wochen komplett verzockt. Ich dachte mir eben Top oder Flop, und wenn Top dann sinds gleich 1000 und Du kannst das Startkapital zurückholen und bist ersteinmal Risikofrei. Dann dachte ich mir, ich zahle nochmal 200€ ein und mach den selben Scheiss (sorry) nochmal, um wenigstens etwas zurück zu holen, oder.. egal! Weg! 8o tsts.. der kleine rote Fisch die vielen blauen eben (ihr kennt doch sicher das kinderbuch)

      Das meiste hatte ich mit CFD's auf aktien verbraten, und beschlossen erstmal KEINE aktien mehr gehebelt zu handeln. Also nochmal 500€. Diesmal ernst. Abgesehen von meinem panischen Ölnachgekaufe ganz ok. Das hat mich dann auch nochmal nachdenken lassen: entweder Du meinst es Ernst, oder wirst immer so weiter machen - ich habe mich für ersteres entschieden: Die Qualität im Trading muss her! hier ein paar eckdaten dieses letzten Versuchs: 500€ -> 637€ -> 172€ (wegen Oil) und jetzt wieder 376€ plus 38.84 offen (short Kaffee +0,5€, long EURCHF + 57,12 CHF, short EURNOK + 7,2 NOK).

      Ich schreibe so offen von dieser etwas delikaten (wenn auch vermutlich nicht unüblichen) Angelegenheit, da sich ja ab und zu mal auch so Nasen wie ich hier rumtreiben, die aber noch Demo sind, und entweder zu ängstlich oder zu gierig sind, entspanntes Trading zu kultivieren, oder schon halb aufgegeben haben.

      lg
      Pendulum
    • Weitere Gedanken auf der Suche nach dem Weg

      Was mich am Forex immer mehr fasziniert, ist die Tatsache, das Fundamentals und Charttechnik viel näher beieinander liegen, als das bei Aktien und Rohstoffen der Fall ist. Die Fundamentals bewegen die Kurse recht stark, und dennoch halten die Trends idR viel länger an als sonstwo. Zudem ist es des traditionell hohen Hebels wegen recht einfach durchzuhalten, wenn man einen guten Einstieg gefunden hat. Bei Aktien und Co habe ich immer grosse probleme mit dem Exit. Mein Trading wird zwar ganz allgemein auch entspannter, aber die Devisen faszinieren mich immer mehr, hier sind auch Kursmanipulationen sehr schwierig, da die Macht dafür den Notenbanken vorbehalten sein dürfte, und diese zumindest bisher niemals ohne (zumindest mehrfach andeutungsweise) Ankündigung intervenieren. Keine Drückerkolonnen und kein Plunge-Protection ;)

      Anfangs sass ich (wie wohl ein Grossteil der Anfänger) immer vor 5min. Charts und dergleichen, sogar 1min, um mir möglichst ein Krümelchen des Kuchens sofort sichern zu können. Inzwischen kritzel ich in so kleinen TimeFrames's garnicht erst rum, sondern nutze sie nur um Einstieg (und vor allem bei schlechten Trades auch mal um ausstieg) zu finden. Je mehr ich das mache, und je mehr ich meinen Trades auch mal Luft zum Athmen lasse, desto erfolgreicher werde ich. Zwar brauche ich manchmal den Nervenkitzel, mir 5-20 pt im Dax zu sichern (das war übrigens der Chart, vor dem ich ca 4-6 Monate sass um meine Trockenübungen bei RBS zu machen, und inzwischen traue ich mich da kaum noch ran :pinch: ) aber das sind Peanuts wenn ich sauer bin weil ich nen schlechten Trade gemacht hab oder merke das ich das bald tun werde. Das Jucken in den Fingern ist eben noch lange nicht so ganz überwunden ;)

      LG
      Daniel

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    • Forex Fundamentals

      Viele Äußerungen zu Währungskursen
      30 September 2009 | 9:43 AM CET

      In den Tagen nach dem G20-Treffen zeigen sich die geldpolitischen Entscheidungsträger eindeutig immer noch beunruhigt über den Zustand der Wechselkurse. In den letzten Tagen sind uns ganze Chöre von hochkarätigen Beschwerden über die Stärke von Währungen zu Ohren gekommen. EURCHF wird um die Marke von 1,5100 gehandelt, was das Augenmerk der Märkte auf die jüngsten Äußerungen der SNB lenken dürfte, die ihre Maßnahmen nachhaltig verteidigt (keine Strategie, die die Nachbarn in den Ruin führen soll) und gleichzeitig an ihrer jüngsten interventionistischen Politik festhält. In Kanada hat der Gouverneur der BoC, Carney, erneut betont, dass eine lang anhaltende Stärke des CAD der kanadischen Wirtschaft schaden und die schwachen Inflationszahlen ausdehnen würde. Gestern äußerten EZB-Vertreter Trichet und Nowotny, dass ein starker USD „wichtig" für die globale Wirtschaft sei. Am interessantesten, wenngleich verwirrend, sind wohl die Äußerungen aus Japan. Der neue Finanzminister Hirohisa Fujii hat über Nacht anscheinend Abstand von seinen jüngsten Aussagen genommen und jetzt ein gewisses Missfallen über die JPY-Bewegungen an den Tag gelegt, lehnte jedoch gleichzeitig eine Intervention ab. Ihm zufolge habe der Markt seine früheren Äußerungen falsch verstanden. In den letzten 24 Stunden hat Fujii gesagt: „Wir beobachten die Devisenbewegungen aufmerksam." und „Unter extremen Umständen ist eine Devisenintervention möglich.". Auf der anderen Seite äußerte Premierminister Hatoyama, dass kleine Unternehmen bereits unter der Wertsteigerung des JPY leiden und deutet damit an, dass die neue Regierung dem Yen-Anstieg nicht ewig zuschauen wird. Dies vermittelt den Eindruck, dass die historische Staatspolitik eines schwachen JPY zurückkehrt. Diese Äußerungen haben an den Forexmärkten zu beträchtlichen Verzerrungen geführt und Händler sollten auf die anhaltende verbale Intervention achten. Die Wall Street konnte im Plus schließen, und die asiatischen regionalen Indizes zogen größtenteils gleich (einzige Ausnahme der Shanghai-Index mit -0,21%). Die Rally des Risikoappetits ist nicht ausgeprägt; risikokorrelierte Transaktionen weisen nur eine geringfügige Erholung auf. Gestern war der Datenkalender nur leicht bestückt, heute hingegen gibt es ein paar Meldungen, die an den Märkten für Bewegung sorgen könnten. Das britische BIP für das 2. Quartal fiel unspektakulär aus: -5,5% im Vorjahresvergleich ggü. erwarteten -5,4% und -0,6% im Vorquartalsvergleich ggü. erwarteten -0,6%. Die Verbesserung des Konjunktur-Stimmungsbarometers der Eurozone für September auf seinen höchsten Stand seit einem Jahr ist ein weiteres Anzeichen dafür, dass die Erholung der Binnenwirtschaft anhält. Das Konjunktur-Stimmungsbarometer schnellte von 80,8 auf 82,8, etwas höher als erwartet. Aus den USA stehen der S&P/Case-Shiller 20-Städte-Index der Hauspreise, Vorjahresvergleich, für Juli und das Verbrauchervertrauen für September bevor.
      [Quelle]
    • Moin!
      Hier meine offenen Posis. Neu hinzugekommen sind: EURNOK, USDCHF, AUDUSD, USDZAR. Bei letzterem habe wieder mal nicht aufgepasst: der Rand kostet mich 200 pips Gebühren :cursing:
      IG hat eben doch einige Schwächen. Auch nervt es mich, das GuV nicht in pips/ticks angezeigt werden kann. Beim LimitetRisk Konto ist aber der Vorteil, das nur das eingesetzte Kapital drauf gehen kann, ähnlich dem Airbag bei RBS :whistling:
      Im EURCHF habe mich entschlossen, den Stop erstmal nicht nachzuziehen.
      Der Tag könnte besser kaum beginnen! :D
      trader-talk.eu/index.php/Attac…54b9cb77c1ca603c7bc464442
    • Der Rand wurde ganz böse ausgestoppt, mit fast 4000 pip Bombe in 3 Tagen hatte nicht gerechnet und konnte den Stop nur 1500 pips weit weglegen - unverschämtheit, aber erst kucken dann kaufen wäre auch schon hilfreich. In Zukunft werde ich nicht nur auf die Gebühren und Stopmöglichkeiten achten, sondern auch meine Einstiege verbessern. Im Franken habe ich 2 gute gefunden.

      EURCHF: ist wieder unter 1,51, also starkes Kaufsignal. Ich hatte ja noch einen Rest offen, der jetzt leicht im Minus ist, aber bin gleich nochmal rein!

      USDCHF: befindet sich schön nah an seinem Widerstand und hat auch wieder gedreht. US und WS funktionieren im Forex ganz gut, allerdings niemals exakt - zumindest ist das meine Erfahrung. Daher sehe ich das als mögliche Bestätigung und setze den Stop etwas über den WS. Heute wollte ich mich noch zusätzlich einstoppen lassen, aber beide Ziele wurden knapp verpasst.trader-talk.eu/index.php/Attac…54b9cb77c1ca603c7bc464442trader-talk.eu/index.php/Attac…54b9cb77c1ca603c7bc464442

      Was gibt es sonst zu erzählen, EU-Währungskommissar Joaquín Almunia äusserte sich kritisch über die Eurostärke, was natürlich umgehend zu einer Abwertung führte, da ja ohnehin davon ausgegangen wird, das die Schweizer Zentralbank nich die einzige bleibt, die interveniert.

      Und einen spontanen Newstrade im Dax, +31,5 Punkte, der US-Arbeitsmarkt.

      guts Nächtle
      Daniel
    • Sehr interessant ist das mit den durchschnittlich gearbeiteten Stunden:
      US-Arbeitsmarkt"aufschwung" in 09/09 mit (kräftiger) Delle

      Den "Aufschwung" habe ich in Anführungszeichen gesetzt, weil die Bewegung der letzten Monate ja bisher nur weniger Abbau an Arbeitsplätzen anzeigte. Das ist "weniger schlecht" aber eben noch lange nicht gut und damit auch kein Aufschwung. (Vor allem wenn man bedenkt, dass die Bevölkerung in den USA wächst und eigentlich jeden Monat 150.000 neue Arbeitsplätze braucht).

      Heute kam die neue Arbeitsmarktstatistik. Die Headline zuerst: Die Arbeitslosenquote stieg von 9,7 auf 9,8%. Die Zahl der Arbeitslosen stieg um 214.000. Doch die anderen Zahlen sehen deutlich schlimmer aus. Die Anzahl der Beschäftigten sank um satte 785.000. Und noch erschreckender: Über 800.000 Amerikaner mehr als im Vormonat stecken jetzt in der NILF-Schubladen (Not In Labor Force), stehen dem Arbeitsmarkt also (angeblich?) nicht zur Verfügung. Gegenüber dem Vorjahr sind es übrigens knapp 3 Millionen weniger.
      Die Zahlen werden per Telefonumfrage in einigen Tausenden Haushalten erhoben (Household Data). Die Anzahl der NILFs schwankt damit sehr stark, aber in einem Land, in dem man nach ein paar Monaten keine Arbeitslosenunterstützung mehr bekommt, muss man so erheben, denn der Bürger meldet sich ja beim Staat nicht mehr.

      Die offiziellen Zahlen von den "Arbeitsämtern" (Establishment Data) haben den Nachteil, dass darin die NILFs nicht erfasst werden. Dafür sollte dort die Beschäftigung etwas genauer erfasst werden. Dort ist das Minus mit 263.000 Arbeitsplätzen im September deutlich niedriger als bei den Household Date, aber auch höher als von den Analysten vorhergesagt (knapp 200.000 Minus wurden erwartet).
      Und noch ein weiteres Schwächezeichen findet sich im Bericht: Die Anzahl der durchschnittlich gearbeiteten Wochenstunden fiel auf 33,0 Stunden (von 33,1) und hat damit (IIRC) ein neues Tief im Zyklus erreicht. Es sind als auch Vollzeitstellen durch Teilzeitstellen ersetzt worden und auch die Überstunden sind zurückgegangen.
      Oft kommt vor dem Zuwachs an Beschäftigten erst ein Zuwachs der gearbeiteten Stunden. Das ist ein guter Frühindikator, der aktuell aber noch keine Besserung anzeigt.

      BLS: Employment Situation Summary

      Update (16:14):

      Ach so, die 9,8% sind ein neues 286-Jahreshoch.

      Update (17:27):

      Bei The Big Picture gibt es einen sehr schönen Chart, der zeigt, wie unglaublich viel schwächer der aktuelle Arbeitsmarkt im Vergleich zur letzten Rezession ist. U6, die breiteste Definition der Arbeitslosigkeit (enthält z.B. auch unfreiwillige Teilzeitarbeiter), liegt inzwischen bei 17(!)%.

      The Big Picture: Unemployment Charts (Not Pretty)

      Update (17:31)

      Und bei Calculated Risk findet man den gewohnten Vergleich mit den Annahmen aus dem Stresstest für die US-Banken. Wie schon üblich, liegt die Arbeitslosenquote oberhalb der Annahmen aus dem schlechteren Szenario: Calculated Risk: Unemployment: Stress Tests, Unemployed over 26 Weeks, Diffusion Index

      Auch zur Tiefe der Krise am Arbeitsmarkt gibt es dort immer einen schönen Chart: Employment Report: 263K Jobs Lost, 9.8% Unemployment Rate


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      geposted von egghat am Freitag, Oktober 02, 2009 1 Kommentare
      ..von egghat
    • Intervention #2

      Nachdem die Schweizer schon vermutlich 5x gegen den Euro interveniert haben, hat letzte Woche auch Südafrika gegen den Dollar interveniert, nachdem sie die Randstärke gegenüber dem Dollar als nicht gerechtfertigt bezeichnet hatte. Der Dollar stieg zwischen dem 30.9. und 1.10 von 7,4 auf 7,7 Rand - ich werde das weiterhin beobachten. CHFZAR wäre mir ein Einstieg daher zu riskant.
      trader-talk.eu/index.php/Attac…54b9cb77c1ca603c7bc464442

      Timothy Geithner hatte im Vorfeld des G7 in Istanbul gesagt, das ein starker Dollar wichtig sei, was einige Europäer bestätigten. Ich denke hier ist es aber noch zu früh für Spekulationen. Falls die Märkte weiter fallen sollten, wird der Dollar ohnehin wieder stärker.

      Auch Japans Finanzminister Hirohisa Fujii hielt am Dienstag eine Intervention gegen den Dollar in extremen Fällen für möglich, revidierte diese Aussage aber kurz später, es sei wichtig, auf die derzeitigen Veränderungen am Devisenmarkt nicht überzureagieren, betonte er. [Reuters]

      Ein weiterer Kandidat für eine Intervention ist der CAD: die BoC wird nicht müde, die CAD Stärke als konjunkturellen Gegenwind zu bezeichnen.

      AUD und NOK könnten bald von einer Leitzinserhöhung profitieren.

      So far..
      pendulum

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    • Als erster G-20 Staat, der sich von der expansiven Geldpolitik verabschiedet, hat Australien überraschend früh den Leitzins erhöht, von 3% auf 3,25%. Der nächste heisse Kandidat ist norwegen. Die exportlastige Wirtschaft der Schweiz braucht einen schwachen Franken, weshalb hier nicht vor März mit einer Zinserhöhung zu rechnen ist.
    • The Independent berichtet, das die arabischen Ölförderstaaten zusammen mit China, Japan, Russland und Frankreich planen, den Ölhandel komplett vom Dollar lösen wollen. Öl solle demnach aus einem Währungskorb gehandelt werden, der sich aus Yuan, Yen, Euro, Gold und der geplanten Gemeinschaftswährung des Gulf Cooperation Council zusammensetzen soll. Dirk Müller schrieb in seinem Buch C(r)ashkurs, das bereits Saddam Hussein das Oil nichtmehr in USD handeln wollte, was mit ein Grund für den Einmarsch der Amerikaner gewesen sei. Auch Iran habe sich vom Petro-Dollar abgewand und handle Öl nur in der Landeswährung. Gegen eine derartige Gemeinschaft können sich die Amerikaner wohl nicht zur Wehr setzen.

      Ich hoffe das es nicht stört, wenn mein Trading-Diary eher Devisen-Blog Charakter hat?

      lg
      pendulum

      EDIT: Der saudische Zentralbankchef Muhammad al-Jasser hat den Zeitungsbericht inzwischen dementiert. Die Geschichte sei „absolut falsch"
      handelsblatt.com/finanzen/devi…ich-vom-dollar-ab;2465124

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