Pyramiden

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Ja genau!

      Ich möchte gerne mehr darüber erfahren, auch allgemein zu Positioning. Beim Pyramidisieren stellen sich mir erstmal folgende Fragen:
      • Für welche Handelsansätze eignen sich Pyramiden?
      • Gleichbleibende oder Absteigende Positionsgrössen?
      • Pyramiden und Stops
      • Welche Broker? Besser Requote und Slippage oder Spreadexplosion bei News (ich denke ersteres ist sehr viel besser, aber habe keinen Schimmer inwiefern Requoting Limit/Stoporder betrifft)
      • ...
      Das ist auch ganz allgemein sehr interessant, allerdings stellt sich mir die Frage um ein System zu entwickeln, welches nur Ausbrüche handeln soll. Die Trefferquote spielt dabei erstmal keine Rolle, Priorität haben erstmal Profitmaximierung und realistische Verlustbegrenzung.

      PS: wie kann man realistische Slippage bei Newstrade berechnen? Wohl nur durch eigene Auswertung oder?

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von pendulum314 ()

    • Moin moin.
      Für Pyramidisieren ist eine der wichtigsten Voraussetzungen: Trend. D.h. liegt beispielsweise ein Aufwärtstrend vor – kauft man auf Korrekturen, liegt ein Abwärtstrend vor verkauft man auf Erholungen. Daher ist diese Methode – Trendfolgesystem. Man geht hier nach dem Motto: ein Trend neigt dazu sich fortzusetzen, als umzukehren. Natürlich soll man dann auch auf die Signale der Umkehrung achten.

      Wie man geeignete Werte rauspickt, ist wieder Kreativität gefragt. Eine der Möglichkeit besteht, visuell zu suchen, also Werte mit, beispielsweise, wenn gerade Bullenkompagne im Gange ist, steigenden Wendetiefs und steigenden Wendehochs und in Bärenkompagne dann umgekehrt. Oder auch über Momentumstrategie. Da hat man eine Möglichkeit von allen Werten wirklich die stärksten herauszupicken.
      Derzeit schwebt mir im Kopf die Möglichkeit, die Werte herauszusuchen, die momentan kein Trend aufweisen und dann einfach auf den Ausbruch warten. Trend könnte man z.B. über ADX Indikator scannen: hier nimmt man an, dass die Werte, bei denen ADX unter 30 liegt, haben Seitwärtsbewegung und die Werte, bei denen ADX sogar unter 15 liegt, stehen kurz davor einen Trend zu generieren. Auf die Schnelle habe mal zwei Werte im MDAX entdeckt, bei denen ADX unter 15 liegt: Pro7Sat1 und Leoni.
      Wie man dann pyramidisiert, ist ja jedem überlassen: je nachdem wie aggressiv und Risiko –avers, -scheu man ist. Ich nehme mal ein Beispiel von Gold. Wir haben uns seit dem Ende des letzten Jahres sehr ausgiebig im Forum mit dem Gold beschäftigt und damals festgestellt, dass es, langfristig/mittelfristig gesehen, eine Seitwärtsbewegung vorlag. Erst über die Marke von 989, bzw. 1033 würde neuer Aufwärtstrend entstehen. Nehmen wir an, Du würdest bis auf diese Marke warten und dann, als 989$ überquert worden war, die erste Long Posi kaufen. Stop-Loss würdest Du nach 2 Bar Swingchart setzen und das wäre in diesem Fall Tief vom 17.08. Dann machte Gold am 17.09 einen Doji und es wurde Korrektur eingeleitet, dann am 25.09 noch einen Doji und 3 Tage Range. Hier hast je nachdem, wie Risikoavers Du bist, zwei Möglichkeiten: zum einen warten bis Hoch vom 17.09 überquert wird und dann nachkaufen, dann könntest auch Stop-Loss auf beide Positionen gleich unter dem Tief vom 29.09 setzen oder am 30.09, als Doji’s bestätigt wurden (große weiße Kerze, mit Schlusskurs über Doji’s) und dabei müsstest aber Stop-Loss zunächst bei 1 auf beide Positionen lassen, erst als 2 Bar Swingboden entstanden war (am 06.10) diesen Stop nachziehen. Das gleiche hättest jetzt bei Nummer 3 machen können und wenn demnächst wieder Korrektur kommt und neuer 2 Bar Swingboden entsteht, kannst wieder Stop-Loss nachziehen und Gewinne laufen lassen oder vielleicht sogar 4 Position zulegen, dann 5, dann 6 usw. :D
      Wie groß müssten dann die nächsten Positionen sein? Nun, auch hier ist jedem, je nach dem Risikotyp selber überlassen. Konservativ: kleiner oder gleichbleibend, Aggressiv: verdoppeln.
      Wie sagt man? Trading ist keine Wissenschaft, sondern Kunst. Und jeder Künstler arbeitet anders, so wie es Ihm passt und die Arbeit Spaß macht.
      Probiere doch mal an den Vergangenheitswerten bei irgendeinem Wert aus. Schaue, wie Du es machen würdest, vielleicht kannst dann auch diese einfache Methode verbessern und an Dein Tradertyp anpassen?

      Gruß winsi

      PS. Noch ein schöner Beispiel, dass Trendfolgesystem weit dem Antizyklischen System überlegen ist: Öl. Nur mit einem Wert hätte man überproportional mit Pyramiding, Gewinne machen können.
      2008 war man noch fest überzeugt, dass das Öl in Richtung 200$, 250$ geht. Kann mich noch sehr gut an die ganzen Nachrichten erringen. Habe damals im FAZ Forum mit einem User sogar gewettet. Der ist Long und ich bin Short gegangen. Aber lassen wir die ganzen Theorien bei Seite und schauen lediglich auf den Trend und spätestens im August würde man Short gehen und dann immer wieder nachkaufen und bis Februar/März dieses Jahres einfach Short bleiben und lediglich Stops anpassen.
    • Ach ja, fast vergessen, noch ein Wort zur Positionsgröße.
      Man kann noch einfacher (konservativ) vorgehen. Du kannst auch so machen, dass Du mit der ersten Position was riskierst. Dann, wenn die erste Posi im Plus ist, kannst Du die zweite so berechnen, dass wenn Du mit den beiden ausgestoppt wirst, kein cent mehr verlieren kannst oder mit den beiden immer noch Dein Risiko nicht übersteigt.
      Ich rechne mal kurz vor. Will jetzt Dollar nicht in Euro umrechnen, sondern nehmen wir an der Preis des Goldes ist in Euro.
      Nehmen wir an, Du hast 50.000€ und Dein Risiko ist 1%, also 500€ pro Trade.
      Die erste Posi kaufst Du bei 990€ und SL bei 910€. 500/(990-910)=6,… also kaufst 6 Stück. 6*990€=5.940€
      Dann kommt die zweite Posi bei 1.020€ und dem Stopp-Los bei 980€. 1.020€-980€=40€. Wenn die erste Posi bei 980€ ausgestoppt wird, verlierst ja „nur“ 6*10€=60€. 500€-60€=440€.
      440€/40€=11Stück, man könnte jetzt z.B. abrunden und sagen: ich kaufe 10St. 10*1.020=10.200€. Damit, wenn alle Stricke reißen, bist immer noch bei Deinem Risiko von 500€, obwohl Du zwei Positionen hast.
      Die dritte Posi genau so berechnen oder noch besser, da Du mit der ersten fett im Plus bist, so berechnen, dass wenn Trade gegen Dich läuft und alle drei Posi’s ausgestoppt werden, Du kein cent verlierst.